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Warum wir uns nicht motivieren können

Geht es Ihnen auch so? Sie hatten sich soviel vorgenommen: die Ernährung umstellen, Sport treiben, Bewerbungen schreiben, abnehmen, etwas Neues lernen u.v.m… Aber jetzt ist der Januar fast um und unsere Neujahrsvorsätze längst vergessen. Doch warum kommen wir trotz bester Vorsätze und guter Gründe nicht in die Gänge oder geben unsere Vorhaben gleich wieder auf?

Eine Studie, die kürzlich in der New York Times veröffentlicht wurde, legt nahe, dass wir uns selbst entmutigen, wenn wir unsere Ziele zu hoch stecken. Und oftmals ist es doch auch so: Wir wollen abnehmen, mindestens 10Kg und das möglichst schnell. Wir wollen jeden Morgen joggen und dann auch gleich 10 km. Wir wollen unsere Ernährung umstellen. Von einem Tag auf den anderen vom Fleischesser zum Vegetarier oder besser noch Veganer werden. Und das tägliche Yoga-Programm muss auch mindestens eine Stunde dauern. Mal ehrlich. Das kann nicht klappen. Wir setzen uns damit unter Druck und erzeugen Stress, obwohl wir uns eigentlich etwas Gutes tun wollen.

Die Studie zeigt aber auch wie wir Erfolg haben können. Indem wir mit einem kleinen Ziel beginnen und uns nur ganz langsam steigern. Der amerikanische Coach James Clear empfiehlt nur 1% täglich mehr. Das sieht erst einmal nach nichts aus, aber am Ende eines Jahres wären wir bereits um 37% besser.

Jemand, der nie gejoggt ist, wird nicht von jetzt auf gleich 10km schaffen. Das ist auch nicht nötig. Laufen Sie einfach los und sehen Sie, wie weit Sie am ersten Tag ohne Anstrengung kommen. Und selbst wenn es nur 500 Meter sind, ist es auch ok. Laufen Sie am nächsten Tag 1% mehr, also 505m, am zweiten Tag 505,05m usw. Bis Sie eines Tages Ihr Ziel, die 10km, erreicht haben. Genau so funktioniert es beim Yoga-Programm oder der Meditation. Starten Sie mit 5-10 Minuten und erweitern Sie es täglich ein wenig.

Auch Ihre Ernährung müssen Sie nicht schlagartig ändern. Auch hier können Sie kleine Schritte gehen. Sie könnten z.B. damit beginnen, die kleinen Snacks zwischendurch durch gesundes Obst zu ersetzen. Dann ersetzen Sie tierische Fette durch Pflanzenöle, danach reduzieren Sie Zucker und Fleisch kommt nur noch einmal in der Woche auf den Tische. So vermeiden Sie auch Heißhungerattacken und können nebenbei gut beobachten, was Ihnen gut tut.

Zugegeben es geht langsam und passt so gar nicht zu unserem Alltag, in dem Vieles immer schnell gehen muss. Wir sind es so gewohnt, schnelle Ergebnisse zu liefern, dass wir die Macht der kleinen Schritte unterschätzen, die uns kontinuierlich ans Ziel bringen. Zwar langsam, aber dafür ohne Druck und mit vielen kleinen Erfolgserlebnissen auf unserem Weg zum Ziel.